Muffinterrorismus

Hier ist, worauf alle gewartet haben:

Die vierte Muffingeschichte von unserem Starautor Strunzheinz

Heute ist mal wieder einer dieser stark gefürchteten Tage. Ich hätte es eigentlich schon vor dem Aufstehen wissen müssen oder spätestens dann, als mein Blick auf  den Kalender fiel. Der 28.!! Ende des Monats! Die Muffinbörsenfraktion begrüßt mich zum Frühstück mit einem herausfordernden: „Morgen Strunzheinz!“

Dann folgt nicht etwa ein:„Hast Du gut geschlafen ?“ oder wenigstens ein „Joghurt ist im Kühlschrank“. Nein, in mein Ohr tönt schrill die Frage, die ich seit knapp vier Monaten am meisten verabscheue. Schon allein der Gedanke an diese berüchtigte Frage verursacht bei mir Magenschmerzen, die mich leider nicht daran hindern, ein bisschen weniger zu essen. Muss ich halt doch wieder ins Fitnessstudio oder meine Katze durchs Haus jagen....

Diesen Morgen war es also mal wieder soweit!

„Strunzheinz, hast Du eigentlich schon die neue Muffingeschichte geschrieben ?“ „Nein“- und ich habe es auch nicht vor. „Du weißt, Du hast es versprochen“. Das weiß ich leider zu gut. Wie könnte ich je diesen einen Moment- übrigens sicher einen der grausamsten, traumatischsten, schrecklichsten in meinem Leben- vergessen? Ich spüre noch genau die straffen Fesseln, die sich ins Fleisch meiner Hände und Füße bohren, um meine Nase kreist der Turnschuh meines Vaters . In meinem Kopf dröhnt alles: „Versprichst Du`s ? Versprichst Du`s endlich? Schreibst Du die Geschichten?“ quengelt die eine Muffinterroristin, während die andere mir mit dem Schuh beinahe einen schmerzhaften Nasenhaken verpasst. „ Nehmt den Schuh da weg!“ stöhne ich mit letzter Kraft. „Erst wenn Du es versprichst“. Mein Wille ist  gebrochen. „Na gut ja, gebt endlich Ruhe. Bitte!“ Wenn mein erster und einziger Heiratsantrag auch so abläuft, kann ich auch darauf verzichten....

Wieso habe ich nur ja gesagt? Jetzt wird es keinen ruhigen Monat ohne diese grässlich quälende Forderung mehr geben. Nie wieder vierwöchige Ruhe. Es sei denn, mir gelingt es  Gast-, Vertretungs oder sonstige Autoren zu gewinnen. An dieser Stelle sind übrigens alle Leser ( Leser, welche Leser ??) herzlich eingeladen, der Muffinbörsenfraktion ein Geschichtchen zukommen zu lassen...

Aber jetzt muss ich wohl oder übel trotzdem noch einmal ran: Ich habe auch schon ein Thema, über das ich schreiben werde. Ich werde mich heute mit einer der essentiellsten, fundamentalsten Fragen beschäftigen: Wie isst man eigentlich einen Muffin standesgemäß ?

Die Antwort ist leicht. Es gibt keine Regel, wie beispielsweise beim Doppelkeks ( erst die erste Kekshälfte, dann die Schokoladencreme und erst dann den zweiten Keksteil und bloß nicht die zweite Hälfte und  die Schoki zusammen, das ist barbarisch....) . Beim Muffinessen kann man  die Gabel benutzen oder gar nichts. Ich bevorzuge folgende Variante: Man nehme ein Messer und zerteile den Muffin, heute einen Mokka-Mandel-Muffin, ganz vorsichtig. Dann schiebe man das Messer ganz langsam in den Mund- immer fest, bloß nicht locker lassen und dabei hat sich auch wie von selbst mein derzeit größtes Problem erledigt. Ich muss nie wieder alberne Muffingeschichten schreiben, nie wieder! O.k. das war ein schlechter Witz, der diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient. Mea culpa, mea maxima culpa! Ich versuche gerade wieder mal mit allen Mitteln, in diesem Fall wende ich ein bekanntes griechisches Stilmittel an, zu erreichen, dass das Ausmaß meiner Verzweiflung allen begreiflich wird. Eine Mission, die ohnehin nicht von Erfolg gekrönt sein wird.

Was ich aber unabhängig davon eigentlich ausdrücken wollte: Es gibt viele verschiedene Arten, Muffins zu essen. Und wenn bei keiner dieser Arten die Biotonne oder sonstige  Abfalleimer eine Rolle spielen, ist wohl jede legitim. Wie sagte schon der Alte Fritz? Jeder soll nach seiner Facon selig werden. (Nebenbei: ich werde diese Gefühl der Seligkeit wohl nie wieder erleben, dazu ist die Bürde des Geschichtenschreibens einfach zu groß.)

Trotzdem: Jeder darf, auf seine individuelle Weise, Muffins verzehren. Und ich werde mich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass vermeintlich „falsche Essenstrategien“ straffrei bleiben.

 

 

Sagt doch dem Strunzheinz mal die Meinung zu dieser Geschichte:

Welche Geschichte hast Du gelesen?

Strunzheinz, Du bist...

...ein Hohlkopf

...ein Psychopath

...ein Muffin

...ein

Appetit bekommen? Wir haben ihn exklusiv: den Muffin zur Geschichte